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Trauer um Ex-StBV-Präsident Dr. Heinz Wiener-Pucher

Montag, 4. Februar, 2019
WP

Die steirische Basketball-Familie trauert um Dr. Heinz Wiener-Pucher. Der ehemalige Präsident des StBV starb vor wenigen Tagen völlig überraschend im 76. Lebensjahr.
Das Herz Wiener-Puchers schlug immer für den Sport, und insbesondere für den GAK. Dort begann er als 15-Jähriger in der Jugendmannschaft seine Karriere und wurde steirischer Juniorenmeister, mit dem GAK holte er sich 1964 seinen ersten und 1966 seinen zweiten steirischen Meistertitel der Männer. Es folgten vier Jahre in der damaligen Bundesliga B, und 1970/71 schnupperte die Mannschaft sogar kurzzeitig A-Liga-Luft. Dann zog sich der GAK in die 2. Klasse der steirischen Meisterschaft zurück, und Wiener-Pucher wechselte als Spieler vorübergehend zum Landesligisten Union Körner. Gleichwohl trainierte er weiterhin die GAK-Jugend, die er 1970 übernommen hatte. Diese jungen Spieler waren es auch, die das Rückgrat jener Mannschaft bildeten, die in den Jahren darauf den Durchmarsch zurück in die Landesliga schaffte. Als es so weit war, kehrte Wiener-Pucher auch als Spieler wieder zum GAK zurück und half mit seiner Routine, dass die neue GAK-Generation 1976/77 den steirischen Meistertitel holte. Für die Bundesliga reichte es jedoch nicht mehr.
In den 1980er Jahren zog sich Wiener-Pucher in die “zweite” Mannschaft des GAK zurück, die überwiegend aus in die Jahre gekommenen Ex-Bundesliga- und Ex-Landesligaspielern bestand. Auch wenn die Athletik dem Alter Tribut zollen musste, blieben seine Drei-Punkte-Würfe von den Gegnern gefürchtet. Eine Knieverletzung bedeutete schließlich 1995 das Ende der aktiven Karriere.
Schon längst hatte sich Wiener-Pucher freilich auch als Funktionär verdient gemacht. 1964 holte ihn der damalige StBV-Präsident Rudolf Hirsch als “Technischen Referenten” in den StBV-Vorstand. Es folgten Tätigkeiten als Presse- und als Rechtsreferent. Von 1977 bis 1991 war Wiener-Pucher Vizepräsident des StBV unter Kurt Zacharias, ehe er nach kurzer Vorstandsabsenz 1997 selbst das Amt des Präsidenten übernahm. Bis 2003 leitete er in der Folge die Geschicke des Verbandes. Insgesamt wirkte Wiener-Pucher somit 24 Jahre lang im Vorstand des StBV, davon sechs Jahre als Präsident.
Sein Fachwissen war auch im ÖBV gefragt. Nach drei Jahren als Schriftführer übte Wiener-Pucher von 1986 bis 1989 die Funktion des Vizepräsidenten auch im ÖBV aus, und stand danach vier weitere Jahre als Rechnungsprüfer zur Verfügung.
Im Dachverband ASVÖ war Wiener-Pucher steirischer Landesfachwart und auch Bundesfachwart für Basketball.
Er führte nicht nur im genialen und engagierten Gespann mit Ehefrau Christa als Obmann die Agenden des GAK-Basketballklubs, sondern war in den 1980er Jahren auch Obmann des GAK-Gesamtvereins.
Jahrzehntelang Spieler, Trainer, Funktionär und auch Schiedsrichter – für diese Verdienste wurde Wiener-Pucher mit dem Sportehrenzeichen in Gold des Landes Steiermark geehrt, vom ÖBV erhielt er das Silberne Ehrenzeichen.
Auch im Familienleben des Heinz Wiener-Pucher spielte Basketball stets eine große Rolle: Seine Frau Christa lernte er bei diesem Sport kennen (sie spielte damals in der Damenmannschaft des ASV Graz), Tochter Gitti stand in der erfolgreichen GAK-Bundesligamannschaft und schaffte es sogar bis ins Nationalteam.
Die Anteilnahme gilt allen Hinterbliebenen und den vielen Freunden.


1960 wurde Wiener-Pucher (Nr. 14) mit dem GAK steirischer Juniorenmeister.


1964: Erster steirischer Männer-Meistertitel für Wiener-Pucher (hier beim Wurf gegen ÖAV) und den GAK.


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