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UEG-Gründer und langjähriger StBV-Kassier Otto Starz gestorben

Sonntag, 14. Juli, 2019

Der frühere Basketballspieler, UEG-Gründer und langjährige Kassier des StBV, Otto Starz, ist am 14. Juli im 80. Lebensjahr einem Krebsleiden erlegen. Die steirische Basketballfamilie trauert mit seiner Lebensgefährtin, seinen Nachkommen und den ehemaligen Weggefährten.
Starz war ein “Spätberufener”, hatte mit 1958 mit 19 Jahren den Weg zur Basketballsektion des Österreichischen Alpenvereins gefunden. Die “Bergsteiger”, wie man die Mannschaft nannte”, waren damals im hinteren Feld der 1. Klasse zu finden, konnte sich aber allmählich steigern und stiegen 1964/65 mit Starz als 1.-Klasse-Meister in die Landesliga auf. Trainer war damals GAK-Nationalteamspieler Peter Schirnhofer. Auch in der Liga arbeitete sich die ÖAV-Truppe, nunmehr unter Coach J. Küttner, von Jahr zu Jahr weiter nach vor. Starz war eine der Mannschaftsstützen, war 1967/68 sogar bester Werfer seines Teams. Damit war der Basketballsport om Rahmen des ÖAV jedoch am Ende. Die Vereinsführung strich den Ballsportlern die finanziellen Mittel. Starz wollte sich damit jedoch nicht abfinden. Gemeinsam mit Ernst Schmid gründete er Union Edelweiß Graz (UEG) als Nachfolgeverein, zu dem alle Spieler geschlossen überwechselten. Als Trainer wurde mit Athanasios Chryssochoidis ein weiterer ehemaliger GAK-Spieler verpflichtet. Für die nächsten Jahrzehnte war dies die erfolgreichste Zeit des Vereins: In der Aufstellung Starz (der auch als erster Vereinsobmann fungierte), Schmid, Podenstorfer, Friedl und Klaus erreichte die UEG in ihren ersten beiden Jahren jeweils dritte Plätze in der Landesliga.
Parallel dazu hatte Starz eine Karriere als Schiedsrichter gestartet. Als er 1971 zum Staatsliga-Referee berufen wurde und ihn überdies sein Beruf als Schätzmeister im Grazer Dorotheum immer mehr in Anspruch nahm, beendete der damals 32-Jährige seine aktive Karriere und übergab den Vereinsvorsitz an Ernst Schmid, stand seinem Team aber in den 1970er Jahren noch einige Saisonen lang als Coach zur Seite. 1982 schießlich hängte er auch sein Schiri-Pfeiferl an den Nagel und wandte sich zunehmend seiner zweiten sportlichen Liebe, dem Tennis, zu.
Noch länger als auf dem Spielfeld war Otto Starz im Vorstand des StBV aktiv. Als Werner Achleitner 1969 StBV-Präsident wurde, holte er Starz als Kassier. Unter Präsident Zacharias wechselte er 1971 ins Wettspielressort, übernahm aber 1976 wieder die Finanzen. Erst 1987 schied er aus dem StBV-Vorstand aus und ist damit bis heute der längstdienende Kassier (13 Jahre) in der Geschichte des StBV-Vorstandes.


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